Spargel und Klassik
Eröffnung der Spargelsaison in Brandenburg

Kerzengerade, mindestens 12 Millimeter dick, die Köpfe fest geschlossen: So sollten sie sein, die Spargelstangen der Handelsklasse Extra. Dieses Prädikat erhalten nur die Prunkstücke des schmackhaften Stängelgemüses, dessen Zeit wieder einmal gekommen ist. Überall eröffnen Spargelköniginnen die Saison.

So auch in Brandenburg, wo sich rund um das Städtchen Beelitz die größte geschlossene Anbauregion Deutschlands befindet. Hier erfolgte am 22. April der offizielle Startschuss für das märkische Spargelstechen. Unter dem Motto "Spargel und Klassik" lud der Beelitzer Spargelverein zur Verkostung des ersten heimischen Spargels - untermalt von barocken Trompetenklängen. Zu den Gästen zählten unter anderem Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm und Agrarminister Wolfgang Birthler.

Mit einer Produktionsfläche von 2.038 Hektar haben sich die märkischen Anbaugebiete um Beelitz, im Havelland, in der Prignitz und in der Lausitz in diesem Jahr auf Platz zwei in Deutschland vorgearbeitet. Niedersachsen hält mit 3.551 Hektar weiterhin die Spitze; auf Rang drei folgt Nordrhein-Westfalen mit 1.888 Hektar Anbaufläche. Der Verbrauch war hierzulande im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 1,16 Kilogramm pro Einwohner ungebrochen hoch.

Insgesamt haben die deutschen Spargelanbauer im vergangenen Jahr 65.000 Tonnen des königlichen Gemüses von den Feldern geholt. Damit steht Deutschland in der Europäischen Union auf Platz eins, knapp gefolgt von Spanien (62.000 Tonnen) und mit weitem Abstand vor Italien (37.000 Tonnen), Griechenland (25.000 Tonnen), und Frankreich (21.000 Tonnen).

Neben seinem unvergleichlich feinen Aroma hat Spargel eine ganze Menge mehr zu bieten. Der botanische Name, Asparagus officinalis, deutet darauf hin, dass er einst als Arznei- und Heilmittel verwendet wurde. Neben Asparginsäure enthält Spargel Kalium, Kalzium und Phosphor sowie viel Vitamin A, B1, B2, C und E sowie die für die Blutbildung wichtige Folsäure. Er ist ballaststoffreich und besitzt mit zirka 20 Kalorien pro 100 Gramm einen niedrigen Energiewert: Viele gute Gründe, um nicht nur auf den märkischen Feldern in den kommenden Wochen kräftig das Stecheisen zu schwingen, denn am Johannistag, dem 24. Juni, ist traditionell Schluss.

PRESSE-INFO der CMA - April 2004
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