Spargelzeit - es ist so weit!
Pressemitteilung der CMA Deutschland


Heimischer Spargel hält Einzug in deutsche Küchen
Woher der beste deutsche Spargel kommt, ist eine alte Streitfrage. Aus Schwetzingen in Nordbaden sagen die einen, aus Schrobenhausen behaupten die Südbayern. In Norddeutschland steht der Spargel aus Braunschweig, Hannover oder Uelzen hoch im Kurs, und in Thüringen schwört man auf Spargel aus dem Unstrut-Hainich-Kreis. In einem Punkt sind sich jedoch alle Genießer einig: Die Spargelzeit ist einer der kulinarischen Höhepunkte des Jahres.

Im letzten Jahr wurden in Deutschland auf über 14.000 Hektar Ertragsfläche mehr als 57.000 Tonnen Spargel geerntet. Dies bedeutet eine Steigerung von über 25 Prozent im Vergleich zum Jahr 1998. Gleichzeitig stieg auch der Spargelverbrauch leicht, aber kontinuierlich an und liegt zur Zeit bei etwa 1,1 Kilogramm pro Kopf.
62 Prozent der nachgefragten Ware werden mittlerweile durch heimischen Anbau abgedeckt. Die Deutschen greifen also immer häufiger zu Spargel aus deutschen Landen. Denn erntefrisch schmeckt Spargel am besten.

Je nach Region und Witterung beginnt die Erntesaison Anfang bis Ende April. Knapp zwei Monate haben Spargelliebhaber Zeit, die schmackhaften Stangen zu genießen. Pünktlich zum Johannistag am 24. Juni heißt es dann nach einer alten Bauernregel: Sind die Kirschen rot, ist der Spargel tot. Das ist allerdings nicht ganz richtig, vielmehr wird die Ernte so früh beendet, damit die Pflanzen eine ausreichende Regenerationszeit haben, um im folgenden Jahr genügend neue Sprosse bilden zu können.

Spargel war schon in der Antike etwas Besonderes. Das königliche Gemüse wurde bereits vor mehr als 5000 Jahren den alt-ägyptischen Pharaonen als Delikatesse serviert. Die Herrscher des Altertums kannten allerdings nur den Wildspargel - grün und nicht viel dicker als ein Grashalm. Erstmals kultiviert wurde Spargel wohl von den Römern um 200 vor Christus.

Überlieferungen aus dieser Zeit deuten darauf hin, dass der Spargel bei den wohlhabenden Römern ein geschätztes Gemüse war. Sie waren es auch, die ab dem 13. Jahrhundert erste Spargelsamen nach Deutschland brachten. War der Spargelgenuss zunächst auch hierzulande nur den Reichen vorbehalten, so kann ihn sich heutzutage jedermann gönnen.

Auch wenn der Spargel hauptsächlich wegen seines unvergleichlichen Aromas verspeist wird, das Stängelgemüse hat auch ernährungsphysiologisch einiges zu bieten. Spargel besteht zu etwa 95 Prozent aus Wasser und liefert nur 13 Kalorien pro 100 Gramm. Da er gleichzeitig wenig Eiweiß, Kohlenhydrate und kein Fett enthält, eignet er sich hervorragend für die leichte Küche.

Außerdem erweisen sich die Gourmet-Stangen als regelrechte Vitaminspritzen. Eine Portion (500 Gramm) deckt den Tagesbedarf an Vitamin C und Folsäure zu 100 Prozent. Besonders hervorzuheben ist auch der Gehalt an Vitamin E und den B-Vitaminen B1, B2 sowie den Mineralstoffen Kalium und Kalzium.

Außer dem weißen Bleichspargel gibt es eine weitere Gemüseart aus der Familie der langen Stangen: den Grünspargel. Er wird nicht in Erddämmen gezogen, sondern wächst oberirdisch. Durch die Sonneneinstrahlung bildet er den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll und erhält so seine typische grüne Farbe. Grünspargel schmeckt etwas herzhafter als sein weißer Verwandter, enthält mehr Vitamin C und Karotin. Er muss nicht geschält werden und die Kochzeit ist deutlich kürzer.

Egal, ob grün oder weiß - auf die Frische kommt es an! Frisch gestochen und am selben Tag zubereitet lautet die Devise für den optimalen Spargelgenuss. Die Frische lässt sich beim Einkauf leicht testen. Sind die Stangen prall und glänzend, die Schnittenden glatt und feucht und die Kopfenden geschlossen, ist der Spargel frisch. Frische Spargelstangen quietschen außerdem, wenn sie gegeneinander gerieben werden und lassen sich leicht brechen.

Woher der beste Spargel kommt, ist also keine Streitfrage: Regionale Herkunft ist die beste Frischegarantie. In diesen Tagen hält heimischer Spargel wieder Einzug in deutsche Küchen. Und es gibt wahrlich viele Gründe, den deutschen Spargel in allen Variationen zu genießen, ob als Suppe, im Salat, als Lasagne, Risotto oder Quiche oder ganz traditionell als gedünstetes Gemüse mit Kartoffeln. Guten Appetit!

PRESSE-INFO der CMA vom April 2003
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit CMA
Astrid Donalies
E-Mail astrid.donalies@cma.de
WEB http://www.cma.de


Redaktion von Spargelzeit.de
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