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es kostet |
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Volkswirtschaftliche
Betrachtungen zum Spargel
Warum ist der Spargel nicht so billig wie Getreide ? Eine
mögliche Antwort könnten die hohen Investitionskosten
und der große Arbeitsaufwand bei der Spargelernte
sein.
Besonders die hochwertigen Spargeljungpflanzen verursachen
für den Landwirt viele Kosten. So sind rund 15.000
Stück notwendig, um ein Hektar Land zu bepflanzen.
Die aufwendigen Pflegearbeiten treiben später noch
zusätzlich die Kosten in die Höhe. Ins Gewicht
fällt besonders, daß trotz modernster Technik
immer noch ein Großteil der Arbeiten mit Handarbeit
erledigt wird. Je nach Ertragslage werden von einer Person
zwischen drei bis fünf Kilo Spargel pro Stunde gestochen.
Unterm Strich muß ein Landwirt mit rund 10.000 Euro
rechnen, um die Vorarbeiten und Investitionen für
ein Hektar Spargelfeld zu bezahlen. Nach Berechnungen
der österreichischen Landwirtschaftskammer ergeben
sich rund 4,- Euro Kosten pro Kilogramm Spargel.
Tragisch kann es für Landwirte werden, wenn durch
Dauerregen im Frühjahr sich Wasser in den Spargelgräben
festsetzt. So kann das Feld nicht mehr befahren werden
und auch die Ernte fällt in solchen Jahren oft vollkommen
aus. Selbst eine komplette Neuanlage eines Spargelfeldes
kann notwendig sein. Spargel
verträgt nämlich keine Staunässe.
Die Verkaufspreise für den Endverbraucher unterscheiden
sich je nach Frische und Herkunftsort. So kostet beispielsweise
1 Kilogramm frischer und heimischer Schrobenhausener Spargel
der Handelsklasse I ca. 7 - 12 Euro.
Import-Spargel aus dem Ausland gibt es vereinzelt bei
Discountern (wie Lidl, Aldi) schon ab 2,- Euro. Das liegt
zum Teil daran, daß Griechenland nach dem wirtschaftlichen
Niedergang Rußlands auf einen Großteil seiner
erzeugten Spargelkapazitäten sitzen geblieben ist
und nun die Überschüsse verbilligt in Europa
absetzen muß.
Griechenland hat zudem durch einen Spanien einen starken
Konkurrenten als Spargelerzeugerland, was wiederum die
Preise für den Import-Spargel drückt. Im Regelfall
liegt der Preis bei Importspargel aus Spanien oder Griechenland
aber bei ca. 5,- Euro pro Kilogramm.
Einheimische Landwirte können durch den Verkaufstrend
direkt ab Hof oder auf dem Bauernmarkt ihre Preise für
den Frischspargel relativ stabil halten. Sicherlich spielt
bei den Preisen von einheimischen deutschen Spargel neben
der absoluten Frische auch der Saisoneffekt eine Rolle.
Durch die zeitlich befristete Ernte von April bis Juni
wird jedes Jahr ein besonderes Einkaufserlebnis für
den Verbraucher erzeugt. Angeboten wird der Spargel meistens
als 500g-Bund.
Die Spargelzucht in Deutschland spielt auch volkswirtschaftlich
eine große Rolle. Durchschnittlich verbrauchte jeder
deutsche Haushalt im Jahr 2001 etwa zwei Kilogramm Spargel.
Die Spargelumsätze in Deutschland belaufen sich jährlich
auf ca. 400 Millionen Euro. Das freut natürlich auch
den Finanzminister.
Weitere Informationen zur geernteten Menge erhalten Sie,
wenn Sie hier
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