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| Feldvorbereitung
für den Spargelanbau |
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Sandige
Böden für den Anbau
Für den Spargelanbau werden leichte Sandböden in sonniger
Lage bevorzugt, die sich im Frühjahr schnell erwärmen
und somit früher mit der Ernte begonnen werden kann.
Beispielsweise bietet der Tertiärsand um Schrobenhausen,
welcher mit feinen Sand durchsetzt ist, gute Voraussetzungen,
um geschmacklich hochwertigen Spargel hervorzubringen.
Eine Dauerkultur wie Spargel verlangt bei Neuanlage intensive
Feldvorbereitung, da der Boden bis zu 20 Jahre beansprucht
werden kann. Im Regelfall dauert diese Vorbereitungszeit
bis zu 2 Jahre.
Tiefenbearbeitung der Erde
Dabei wird der Boden gut mit Nährstoffen, besonders
mit Humus, angereichert. Nach Bodenuntersuchungen werden
spätestens im Herbst vor Neupflanzung die Erdschichten
mit einem Tiefenbearbeitungsgerät bis zu einer Tiefe von
70 cm durchmischt. Dadurch können die Wurzeln, welche
auf die tiefen Schichten des Bodens angewiesen sind, gut
mit Nährstoffen versorgt werden.
Noch zu Beginn des 20. Jahrhunders war es üblich, die
nährstoffreiche Oberschicht und die magere Unterschicht
auszutauschen (rigolen), damit die Wurzeln, die auf die
tiefen Schichten des Bodens angewiesen sind, mit Närhstoffen
versorgt sind. Der Verbesserung des Bodens dient die Gründüngung
und Humuszufuhr. |
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Traktor
mit Feldpflug, Niederlande 1989
(Bild
vergrößern)
Spatenmaschine
zur Tiefenbearbeitung. Heute ist der Arbeitsgang der Bodenlockerung
voll mechanisiert.
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Tiefpflug
und Spaten um 1920
(Bild
vergrößern)
In Kombination von Tiefpflug und Spaten wurden nährstoffreiche
Oberschicht und magere Unterschicht ausgetauscht.
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Universal-Pflug
zur Feldvorbereitung
mit Untergrundlockerer, 1929
(Bild
vergrößern)
In den 20er Jahren begann man, für die Tiefenbearbeitung
des Bodens Pflüge einzusetzen, die den Boden nicht mehr
wendeten, sondern lockerten und lüften.
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Pflanzengräben
Im
Frühjahr werden in der heutigen Zeit Pflanzgräben
in einem Reihenabstand von etwa 150 bis 180 cm gezogen.
Die Gräben haben eine Breite von etwa 40 cm und eine
Tiefe von 30 cm.
Um ein Einbrechen des Grabenrandes und damit eine Verschüttung
der Jungpflanzen zu verhindern, sind die die Grabenseitenwände
leicht abgeschrägt. Nach dem Grabenziehen kann der
Landwirt mit dem Anbau
der Spargelpflanze beginnen. |
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Moderner
Grabenpflug, 1985
(Bild
vergrößern)
Die Pflugscharen des Grabenpfluges müssen den jeweiligen
Bodenverhältnissen angepaßt sein und die Erde so auswerfen,
daß sie seitlich nicht gepreßt wird.
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Adlerpflug,
um 1920
(Bild
vergrößern)
Um 1900 wurden die ersten Spargeleisenspezialpflüge konstruiert.
Mit dem Adler- oder Kastenpflug wurden sowohl die tiefen
Gräben für die Pflanzung gezogen als auch vor der Ernte
die Dämme aufgehäuftelt.
Im
feldmäßig betriebenen Spargelanbau war der Einsatz von
2-4 Zugtieren notwendig, um die schweren Erdbewegungen
bewältigen zu können.
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Im
ersten Jahr bleiben die angelegten Gräben, in denen
sich die Spargeljungpflanzen befinden, offen. Im zweiten
Jahr werden diese mit Erde aufgefüllt. Im dritten
Jahr wird ein etwa 40 cm hoher und ebenso breiter Erddamm
mit Hilfe von landwirtschaftlichen Maschinen über
die Pflanzungen aufgehäufelt. Unter diesen Erddämmen
wächst der Weißspargel heran und wird dann
im Frühjahr geerntet. |
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Zur
Veranschaulichung sehen Sie einen Erddamm, an dem
eine Person gerade eine Spargelstange sticht und anschließend
mit einer Kehle wieder das verursachte Loch gerade streicht.
(Bild
vergrößern)
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Beetanlagenübersicht
gestern und heute |
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Dreireihige
Beetanlage, Mitte 19. Jahrhundert
(Bild
vergrößern)
Bei der mehrreihigen Beetanlage haben die Pflanzen zu
wenig Platz, um sich voll entwickeln zu können. Außerdem
ist ein feldmäßiger Anbau mit modernen Geräten nicht möglich.
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Moderne
Beetanlage
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vergrößern)
Die Methode der einreihigen Beetanlage mit großen Abständen
fußt prinzipiell auf den Erkenntnissen von Louis Lhérault
(1803-1888), einem Spargelzüchter aus Argenteull, Frankreich.
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Grabenkonstruktion
für den Spargelanbau
Graben A wird ausgehoben. Von Graben B kommt die obere,
nährstoffreiche Erdschicht auf den Untergrund von Graben
A. Anschließdend wird die mittlere Erdschicht von
Graben B wird nach oben gebracht
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Grabenkonstruktion
1
(Bild1
vergrößern) |
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Grabenkonstruktion
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(Bild2
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Grabenkonstruktion
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(Bild3
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Grabenkonstruktion
4
(Bild4
vergrößern) |
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